Bei der einer Handicap-Wette tippt man nicht einfach nur auf Sieg, Niederlage oder Unentschieden, sondern muss auch das Ergebnis im Auge behalten. Denn bei einer Handicap-Wette erhält der vermeintlich schwächere Kontrahent einen fiktiven "Torvorsprung", der dem tatsächlich Ergebnis hinzugezählt wird, um die Chance für einen Gleichstand (rein rechnerisch) zwischen den beiden Mannschaften zu erhöhen. Dadurch entsteht einer Mannschaft, in der Regel dem Favoriten ein Nachteil, das Handicap.
FC Augsburg - Borussia Dortmund, Handicap 0:1, das heißt, zum Ergebnis von Borussia Dortmund wird ein Tor hinzugezählt.
Angenommen FC Augsburg gewinnt 1:0; durch das Handicap lautet das Wettergebnis jetzt 1:1.
Wer also auf Handicap unentschieden(Tipp X) getippt hat, gewinnt die Wette!
Im gezeigten Bildausschnitt erhält Borussia Dortmund einen Torvorsprung von 1 Tor (Handicap 0:1); gespielt wird ein Sieg von Dortmund für Kurs 1.12, d.h. Dortmund reicht ein Unentschieden, damit der Tipp richtig ist! Man spricht hier auch von einer sogenannten Doppelchance, denn die Wette gewinnt natürlich auch dann, wenn Dortmund das Spiel für sichentscheidet! Man hat also mit einer Wette 2 Gewinnchancen!
Weitere Beispiel:
Du tippst bei der Partie Deutschland - San Marino auf einen Heimsieg von Deutschland (Tipp 1) mit Handicap 0:3.
- Ausgang 1: Deutschland gewinnt offiziell 4:0. Durch deine Handicapwette ist das rechnerische Wettergebnis 4:3, du hast also die Wette gewonnen.
- Ausgang 2: Deutschland gewinnt offiziell 3:0. Durch deine Handicapwette ist das rechnerische Wettergebnis 3:3, du hast also die Wette verloren.
Der richtige Tipp wäre in diesem Fall gewesen: Handicap unentschieden (Tipp X).
- Ausgang 3: Deutschland gewinnt offiziell 3:1. Durch deine Handicapwette ist das rechnerische Wettergebnis 3:4, du hast die Wette verloren: Der richtige Tipp wäre in diesem Fall gewesen: Handicap Auswärtssieg (Tipp 2).